Dr. Franziska Kuhlmann: Medicproof seriös oder Leistungsabwehrdienstleister der Versicherungen?

Dr. Franziska Kuhlmann: Perfides System

Wie sich die Medicproof GmbH unter Leitung von Dr. Franziska Christiane Kuhlmann aus Rösrath auf ihren Gutachten in kaum lesbarer Schrift als „Medizinscher Dienst der Privaten“ bezeichnet, während Medicproof dem PKV-Verband gehört. Vorbildliche Transparenz oder dreiste Verschleierung?

Dr. Franziska Kuhlmann
Dr. Franziska Kuhlmann

Auf den ersten flüchtigen Blick erscheint die von Dr. Franziska Kuhlmann geleitete Medicproof GmbH als ein neutraler und wissenschaftlich fundierter Begutachtungsdienst, der privat Versicherten bei der Feststellung ihrer Pflegebedürftigkeit mit Fachkompetenz und Objektivität zur Seite steht.

„Wir verstehen uns als neutraler Dienstleister…“
Medicproof.de

Die öffentliche Darstellung weckt fast den Eindruck, als sei Medicproof ein Partner der Versicherten – nicht ihr Gegner. Medicproof inszeniert sich als wohlmeinender Lotse durch den Antragsdschungel. Diese – wenn auch nur unterschwellige und suggestive – Darstellung wirkt auf manche Kritiker, wie der klägliche Versuch, die Tatsache, dass Medicproof dem PKV-Verband gehört, in der öffentlichen Wahrnehmung verschwimmen zu lassen.

Im Zentrum dieses fragwürdigen und intransparenten Systems steht die Geschäftsführerin Dr. Franziska Kuhlmann aus Rösrath, die sich selbst in PR-Auftritten gerne als Garantin für Seriosität inszeniert, während polizeibekannte Gutachter Kuhlmanns mit der mutmaßlichen Entrechtung mindestens eines pflegebedürftigen Menschen in Verbindung gebracht werden. Welche Rolle spielt Dr. Franziska Kuhlmann dabei als alleinverantwortliche Geschäftsführerin der nebulösen Medicproof GmbH?

Handelsregister vernichtet Hoffnung auf Neutralität der Medicproof GmbH

Der vielleicht aufschlussreichste Beweis für die Widersprüchlichkeit zwischen vermeintlicher Neutralität von Medicproof und Realität findet sich im Handelsregister.

Während Dr. Kuhlmanns fadenscheinige Medicproof GmbH bei sehr oberflächlicher Betrachtung als vermeintlich unabhängiger Prüfdienst wahrgenommen werden kann, ist der Unternehmensgegenstand im Handelsregister unmissverständlich festgehalten:

„…Kern der Tätigkeit ist die Unterstützung der Unternehmen der Privaten Krankenversicherung…“

Von Neutralität oder einer erhofften Orientierung an den Interessen der Versicherten ist dort kein Wort zu finden. Der Geschäftszweck besteht womöglich maßgeblich darin, den privaten Krankenversicherern bei der Abwehr von Ansprüchen zu helfen – was Kuhlmann in gut inszenierten Interviews oder Presseverlautbarungen jedenfalls nicht erwähnt. 


Medicproofs perfide Sprachfalle der „Nachvollziehbarkeit“

In den öffentlichen Darstellungen von und über Dr. Franziska Kuhlmanns Firma, fällt das Wort „nachvollziehbar“ – eine Wortwahl, die bei flüchtiger Betrachtung Seriosität suggeriert, bei genauerer Analyse jedoch als zynischer Tarnbegriff verstanden werden kann.

Denn was ist schon „nachvollziehbar“? Ein ablehnendes Gutachten, das sich formal korrekt auf ein paar Paragraphen stützt, kann für Außenstehende durchaus „nachvollziehbar“ wirken – selbst wenn es inhaltlich von vornherein darauf angelegt ist, den Pflegegrad kleinzurechnen.

Medicproofs Kunst der „Nachvollziehbarkeit“ besteht vielleicht maßgeblich darin, die Verweigerung von Leistungen hinter einer Fassade vermeintlicher Plausibilität zu verstecken – wohl wissend, dass die meisten Betroffenen keine rechtlichen Schritte einleiten. Tatsächlich klagen nach Schätzungen aus Anwaltskreisen nur rund 5 Prozent der abgelehnten Versicherten gegen ihr Gutachten. Die restlichen 95 Prozent akzeptieren die Ablehnung – sei es aus Unwissenheit, aus Angst vor einem aufreibenden Rechtsstreit oder schlicht, weil sie dem scheinbar unabhängigen Votum eines medizinischen Gutachters mehr Vertrauen schenken als der Versicherung selbst.

Genau hier liegt die perfide Raffinesse des Systems: Ein einfaches „Nein“ der Versicherung würde bei vielen Versicherten Misstrauen hervorrufen – doch ein Gutachten mit Dr.-Titel, Arztunterschrift und Stempel verleiht selbst der zwielichsten Ablehnung den Anschein einer wissenschaftlich fundierten, objektiven Entscheidung, die kaum jemand anzuzweifeln wagt.


Medicproof als Leistungsverweigerungsarm der privaten Pflegeversicherungen?

Die Konstruktion des gesamten Systems folgt einem Muster, das aus der organisierten Kriminalität bekannt ist: Der eigentliche Auftraggeber – in diesem Fall die private Krankenversicherung – bleibt unsichtbar im Hintergrund, während ein angeblich neutraler Dritter die „schmutzige Arbeit“ erledigt.

Es lässt sich der Eindruck nicht verwehren, dass Medicproof in gewisser Weise als eine Art „Maske“ der Versicherungsbranche fungiert, die in wesentlichem Maße ins Leben gerufen wurde, um die Ablehnung von Pflegeleistungen in ein formal unabhängiges und damit unbefangen wirkendes Gutachten zu kleiden.

Briefpapier eines Medicproof-Gutachtens. Verschwommene Aufschrift in der Mitte:
„Medicproof
Der medizinische Dienst der Privaten“
Können Sie es lesen?

Obgleich Kuhlmann in allen Gutachten explizit darauf hinweist, dass ihr Unternehmen als der medizinische Dienst der Privaten agiert, tritt diese Information in einer geschätzten Schriftgröße 5 in Erscheinung. Dieser Umstand lässt den Eindruck entstehen, dass es sich hierbei keinesfalls um Transparenz, sondern um ein flüchtig in Szene gesetztes Alibi handelt. Altersbedingt sind die wenigsten Pflegebedürftigen in der Lage, eine derart kleine und zudem verschwommene Schrift zu entziffern, gerade Dr. Kuhlmann weiß das am Besten. Mit Nostalgie fühlt man sich an das beinahe vergessene *Sternchen einer Abofalle erinnert, hinter dem unweigerlich finanzieller Schaden lauert.

Dabei wäre ein einfaches „Nein“ der Versicherung ausreichend verständlich – doch ein solch direktes Vorgehen würde bei vielen Versicherten Misstrauen wecken. Das Gutachten verleiht der Ablehnung eine scheinbar unantastbare wissenschaftliche Autorität und tarnt die Leistungsablehnung als medizinisch begründete Notwendigkeit. Das gute Gefühl, dass nicht die Versicherung selbst, sondern ein erfahrener Sachverständiger zu diesem Ergebnis gekommen ist, verschiebt die Verantwortung auf eine scheinbar neutrale Instanz. Das lässt die Versicherung weiterhin als kundenfreundlich dastehen – eine nahezu perfekte Manipulation.

Dass die Medicproof GmbH eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) ist, wissen dabei die wenigsten und es stellt sich die Frage, wie der psychologische Effekt eines ablehnenden Gutachtens wäre, wenn es direkt auf dem Briefpapier des PKV-Verbands gedruckt wäre.

Die manipulative Raffinesse liegt in der psychologischen Wirkung dieser Konstruktion: Ein Widerspruch gegen das Gutachten erscheint vielen Versicherten fast aussichtslos – schließlich, so suggeriert es Medicproof, sei die Ablehnung das Ergebnis einer objektiven, medizinischen Expertise. Tatsächlich aber handelt es sich dabei nicht um eine unabhängige Bewertung, sondern um eine Entscheidung, die – höchst metaphorisch gesprochen – fast schon durch den PKV-Verband selbst getroffen zu sein scheint. Das wissen auch die Sozialgerichte, entsprechend lohnenswert dürfte eine Klage sein.

Dieser perfide Mechanismus hat dramatische Auswirkungen: Bis zu 95 Prozent der Abgelehnten akzeptieren die Entscheidung – sei es aus Unwissenheit, aus Resignation oder schlicht, weil sie dem Anschein der Unabhängigkeit vertrauen.

Dr. Kuhlmanns dubioses System, das auf der massenhaften Passivität der Betroffenen basiert, entzieht sich nahezu vollständig der öffentlichen Kontrolle. Dabei handelt es sich um nichts weniger als eine staatlich tolerierte Intransparenz zum Nachteil der privat Pflegeversicherten – organisiert von der Versicherungswirtschaft und dirigiert von der in Interviews als freundlich und seriös in Szene gesetzten Dr. Franziska Kuhlmann.

Dass ausgerechnet Dr. Kuhlmann die Leitung dieser unseriösen Organisation innehat, ist kein Zufall, sie hat sich über die Jahre als verlässliche Partnerin der Versicherungswirtschaft profiliert. 

Medicproof-Kritik.de wirft folgende Fragen auf:

Ist es Versicherungen erlaubt oder verboten, Hinweise auf bestimmte gewünschte Gutachtenergebnisse an Gutachter zu richten?

Falls verboten; wird sich seitens der Versicherungen daran gehalten? Falls nein; wird durch die Gutachter entsprechend geliefert, oder bleiben die Medicproof-Gutachter in solchen – rein hypothetischen Fällen – stur, unnachgiebig und nur der Wahrheitsfindung verpflichtet?

Ist ein Verbot vielleicht gar nicht erforderlich, weil die Versicherungen gar kein Interesse an versicherungsfreundlichen Gutachtenergebnissen haben und sich die Gutachten von Medicproof am liebsten so neutral und wahrheitsgemäß wie möglich wünschen?

Können die Versicherungen, die über den PKV-Verband organisiert sind, die Geschicke der Medicproof GmbH mitbestimmen? Wenn ja, direkt oder indirekt?


Dr. Lutz Mahlke und Thomas Heilmeier – Gutachter mit Sonderauftrag?

Eine relevante Rolle im System Medicproof könnte eine kleine Gruppe von Gutachtern spielen, die möglicherweise immer dann aktiv werden, wenn es für die privaten Versicherungen um besonders hohe Leistungen geht.

Zu diesen Gutachtern gehören namentlich:

  • Dr. Lutz Mahlke (Foto), Chefarzt im St. Vincenz Krankenhaus in Paderborn und Medicproof-Gutachter im Nebenjob, der bei Ausübung seiner gutachterlichen Handlungen den sonst von ihm im ärztlichen Kontext genutzten Dr. Titel nicht nannte und sich somit hinter dem Namen Lutz-Eberhard Mahlke versteckte, sowie
  • Thomas Heilmeier, Arzt und Kinderarzt in Bremen, Hude und Rothenburg. 

Diese Erfüllungsgehilfen werden vermutlich gezielt auf besondere Fälle angesetzt. Ihre Aufträge führten sie über hunderte Kilometer hinweg zu weit entfernten Versicherten – ein auffälliges Muster, das kaum mit dem von Medicproof behaupteten Prinzip der Ortsnähe erklärbar ist, sondern vielmehr den Verdacht nahelegt, dass hier nicht der nächstgelegene, sondern der gehorsamste Erledigungshelfer zum Zuge kommt.

Der Arzt Dr. Lutz-Eberhard Mahlke aus Paderborn war nach seinen eigenen Angaben insgesamt 850 Kilometer unterwegs – und spürte für ein Pflegegutachten exakt 0,0 Pflegeeinzelpunkte auf. Zum Vergleich: Deutschland ist von Nord nach Süd exakt 876 Kilometer lang.

Die Frage, ob finanzielle Anreize Medicproof-Gutachter motivieren, besonders niedrige Pflegegrade festzustellen, oder ob sie allein im Sinne der Wahrheitsfindung unterwegs sind und sich durch Geld keinesfalls beeinflussen lassen, lässt sich nicht abschließend klären. Bekannt ist nur, dass solche Wegstrecken aus betriebswirtschaftlicher Sicht mit einer durchschnittlichen Gutachtervergütung kaum finanzierbar sind.

Doch diese Wegstrecken haben vermutlich ihren Zweck. Mit unwahren Aussagen wie der von Dr. Lutz Mahlke:

„Wenn Sie die Hände über den Kopf heben können, brauchen Sie auch keine Hilfe“,

sollen Pflegebedürftige – mutmaßlich im Auftrag von Dr. Franziska Kuhlmann – vermutlich gezielt zum Vorteil der Versicherungen getäuscht sowie eingeschüchtert und durch rüpelhaftes, lautes und grobes Auftreten wohl auch absichtlich verängstigt werden. 


Neutrales Begutachtungsinstitut oder Leistungsverweigerungsdienstleister der Privaten Krankenversicherungen?

Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Erkenntnisse aus den laufenden investigativen Aktivitäten von Bestechung.blog und Medicproof-Kritik.de ans Licht gebracht werden. Das Handeln der – aufgrund einer Anzeige des Verfassers dieses Berichts nun polizeibekannten – Frau Dr. Franziska Kuhlmann aus Rösrath, wirft Fragen auf. Angezeigt wurden auch Dr. Kuhlmanns Gutachter Thomas Heilmeier aus Bremen sowie der in Paderborn ansässige Dr. Lutz Mahlke.

Dr. Rainer Wilmink
Medicproof, Dr. Franziska Kuhlmann, Archivbild ohne direkten Bezug

Die bislang erhobenen Indizien deuten darauf hin, dass ein ausgeklügeltes System zur gezielten Leistungsvermeidung, der in groben Umrissen den eventuellen Anschein einer unseriösen Unternehmung erahnen lassen könnte, nicht ausgeschlossen werden kann – ein Umstand, der bei weiteren investigativen Recherchen die Vorstellung einer organisierten, problematischen Vorgehensweise von Dr. Kuhlmanns Medicproof GmbH verhärten könnte.


Einzelfall oder systematisches Vorgehen?

Es bleibt die Frage, ob nur ein einzelner Versicherter sich durch Medicproof gezielt ausmanövriert, getäuscht und eingeschüchtert fühlt, oder ob es weitere ähnliche Fälle gibt? Sollte es sich nicht um einen Einzelfall handeln, sondern sollte sich herausstellen, dass auch andere Begutachtete ähnlich negative Empfindungen verspürten, muss die Frage erlaubt sein, ob diese Empfindungen auf einem gezielt orchestrierten Vorgehen von Medicproof beruhen, oder ob das allein an den Versicherten liegt?


Dr. Rainer Wilmink

Dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Medicproof GmbH, Dr. Rainer Wilmink, wird mit diesem Bericht Kenntnis über die geschilderten Missstände im Umfeld von Medicproof und der im Auftrag des Unternehmens tätigen Sachverständigen, insbesondere Thomas Heilmeier und „Lutz-Eberhard Mahlke aus Gelsenkirchen“ besser bekannt unter seiner Alternativ-Identität „Dr. Lutz Mahlke aus Paderborn“, verschafft.

Angesichts der Schwere der Vorwürfe wird Dr. Rainer Wilmink aufgefordert, seiner Verantwortung als oberstes Kontrollorgan des Unternehmens nachzukommen, die erhobenen Vorwürfe unverzüglich intern aufklären zu lassen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um möglichen Fehlentwicklungen entgegenzuwirken.

Zugleich wird erwartet, dass Medicproof sich proaktiv an der vollständigen Aufklärung beteiligt und sich von Sachverständigen distanziert, gegen die der Verdacht besteht, Gefälligkeitsgutachten zum Nachteil pflegebedürftiger Versicherter erstellt zu haben.


Fazit über Medicproof

Es steht zur Debatte, ob der Fall Medicproof kein Einzelfall ist – möglicherweise könnte er als Beispiel für strukturelle Probleme in der privaten Pflegeversicherung dienen, die künftig verstärkt in den Fokus geraten.

Wenn Ihnen ein Gutachten von Medicproof vorliegt, sollten Sie es sehr kritisch prüfen und mit dem verbindlichen NBA vergleichen. Falls Sie sich benachteiligt fühlen, sollten Sie dringend innerhalb eines Monats ab Zustellung per eingeschriebenem Brief Widerspruch bei der Versicherung einlegen! Dann ggf. klagen. Hilfe finden Sie auf Medicproof-Kritik.de und Bestechung.blog

Betroffene und Personen, die mit sachdienlichen Hinweisen zu den o.g. Fragen helfen können, werden gebeten, sich zu melden

Tipps zum Umgang mit Medicproof
Impressum

Bestechung.blog – Infos über mutmaßlich bestechliche Gutachter, etc.
BLD-Kritik.de – Die unseriösen Methoden einer Versicherungskanzlei
Barmenia-Kritik.de – Die Rolle der Versicherungsvorstände

NDR – Pflegegrade häufig zu niedrig




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